Montag, 21.05.2012
Trinkmilch: Molkereien ziehen den Kürzeren
Enttäuschung für die Milchbauern. In den Verhandlungen mit den Molkereien hat der Lebensmittelhandel nach dlz-Recherchen Preissenkungen durchgesetzt.
© Waldemar Milz (Fotolia)
Der Rückgang soll sich um 2 bis 2,5 ct/l Trinkmilch bewegen. Die neuen Kontrakte laufen 6 Monate. Dabei sieht es am Milchmarkt gar nicht so schlecht aus. Im September und Oktober 2011 hatte sich der Rohstoffwert Milch, also die Verwertung über Butter und Magermilchpulver, leicht erhöht.
BDM-Sprecher Hans Foldenauer führt dies auf das Überangebot im Segment Trinkmilch zurück. »Es gibt auf dem Markt ein Überangebot an Milch. Das konnte der Handel bei den Verhandlungen natürlich nutzen«, sagte er.
Laut neuer Zahlen des GfK-Marktforschungs-Instituts haben die Verbraucher in den ersten 9 Monaten dieses Jahres 2% weniger Milch getrunken. Offenbar konnten die betroffenen Molkereien ihre Produktion und die höheren Milchanlieferungen nicht entsprechend verlagern. Denn bei Joghurt kletterte der Absatz um 1,5%, bei Butter blieb er unverändert und nur bei Quark sank er um 0,5% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bei Käse indes kauften die Verbraucher sogar 2 % mehr als 2010. © jo (
dlz agrarmagazin)
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