Donnerstag, 17.05.2012
VDMA-Landtechnik sieht Milchviehhalter in Hochstimmung
Deutschlands Milchviehhalter befinden sich derzeit in einer wahrhaftigen Hochstimmungsphase.
Das belegt das aktuelle Investitions- und Konjunkturbarometer des Fachverbandes Landtechnik im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA), dessen Ergebnisse von Geschäftsführer Dr. Bernd Scherer auf dem Milchforum der Organisation in Frankfurt vorgestellt wurden.
Laut Scherer beurteilen fast 90% der Milchprofis ihre aktuelle Lage als gut oder zufriedenstellend; das sei ein Wert, der nur selten gemessen werde. Ein klares Signal in Richtung Zukunft sei vor allem die enorme Investitionsbereitschaft der Landwirte in innovative Technologien, zumal moderne Agrartechnik deutliche Effizienz- und Komfortgewinne realisierbar mache, auch und gerade in der Milchproduktion.
Dass die Zukunftsaussichten für die heimischen Milchproduzenten kaum besser sein können, zeigten die Referate renommierter Experten aus Forschung und landwirtschaftlicher Praxis. So waren sich die Fachleute einig, dass mit einem anhaltend positiven Trend für die Milchpreise gerechnet werden könne.
»Die Perspektiven für die Milchwirtschaft sind hervorragend«, fasste Dr. Torsten Hemme, Agrarökonom und Geschäftsführer des Kieler Milchökonomieinstituts IFCN Dairy Research Center, zusammen. Bis 2025 müsse die globale Milcherzeugung um zusätzliche 200 Mio. t gesteigert werden, um dem starken Nachfrageschub auf den internationalen Märkten gerecht werden zu können. Das entspreche einem Zuwachs in Höhe der 10-fachen aktuellen Milchproduktion Neuseelands, das im Milchsektor international sehr bedeutsam sei.
Eine hinreichende Bedarfsdeckung ist nach Ansicht von Hemme allerdings nur dann realisierbar, wenn der
Milchpreis durchschnittlich über 30 ct/kg liegt. Zwar sei dieses Szenario wahrscheinlich, doch es müsse bedacht werden, dass trotz aller positiven Vorzeichen auch weiterhin mit Unbeständigkeiten in der Marktentwicklung gerechnet werden müsse. © AgE / Milchwerk
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