Mittwoch, 16.05.2012
RLV: Rinder keine Klimakiller
Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hat dem Vorwurf widersprochen, Rinderhaltung sowie Fleisch- und Wurstproduktion würden das Klima stark belasten.
Wie der RLV erläuterte, hat der Methanausstoß von Kühen und Schafen nur einen Anteil von rund 2% an den deutschen Emissionen von Klimagasen. Der überwiegende Teil von 90% seien laut einer FAO-Studie energiebedingte CO2-Emissionen. Die Rinderhaltung zähle damit nur zu den kleineren Verursachern des Klimawandels.
Der Umstieg auf fleischlose Kost mache für das Klima so viel aus wie eine Verringerung der Zimmertemperatur um 1°C, betonte der RLV. Ähnlich wie Gnus, Elefanten oder Kamele schieden auch Rinder, Schafe und Ziegen im Zuge der Verdauung Methan aus, das im Verdauungstrakt vor allem durch den mikrobiellen Abbau des Futters gebildet werde. So emittiere eine Milchkuh 200 - 400 g Methan/Tag, ein Elefant erzeuge täglich etwa 2400 g Methan. Insgesamt verursache die Landwirtschaft rund 7,5 % der Treibhausgase.
Rinder und Kühe stießen zwar Methan aus; trotzdem würden in der Landwirtschaft mehr CO2 und andere Klimagase, etwa durch den Anbau von Pflanzen und Wäldern, aus der Atmosphäre gebunden als freigesetzt, unterstrich der RLV. Daher sei die CO2-Bilanz der Land- und Forstwirtschaft in Deutschland eindeutig positiv. Damit sei die Branche der einzige Wirtschaftsbereich, der in seiner Produktion zwar Klimagase ausstoße, aber gleichzeitig noch mehr Klimagase binde. © AgE / Riesberg
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