Mittwoch, 16.05.2012
Deutschland: Frei von Blauzungenkrankheit
Mit Wirkung vom 15.2.2012 hat sich Deutschland für frei von der Blauzungenkrankheit (BT) erklärt.
Der neue Status hat auch für die bayerischen Landwirte viele Vorteile: Ab sofort ist der Handel mit anderen EU-Mitgliedstaaten, besonders dem direkten Nachbarn Österreich, stark vereinfacht. Rinder, Schafe und Ziegen können nun leichter in Länder verkauft werden, die ebenfalls BT-frei sind. Dies stärkt den Wirtschaftsstandort Bayern.
Mit einer bundesweiten Impfaktion in den Jahren 2008 und 2009 konnte der BT-Erreger erfolgreich bekämpft und wirtschaftliche Schäden für die Landwirtschaft abgewendet werden. Nach Abschluss der Impfungen führten die Bundesländer mit einem umfangreichen Untersuchungsprogramm den Nachweis, dass diese Tierseuche erfolgreich getilgt werden konnte: Seit dem Jahr 2010 wurde diese Krankheit in Deutschland nicht mehr nachgewiesen. Der letzte dokumentierte Fall in Bayern stammt aus dem Jahr 2009.
Die
Blauzungenkrankheit (bluetongue disease - BT) ist eine Virus-Erkrankung, die mit Fieber und vermehrter Flüssigkeitsansammlung in den Geweben (Ödeme) und der manchmal auftretenden charakteristischen Blaufärbung der Zunge einhergehen kann. Das Virus wird von Stechmücken (Gnitzen) übertragen. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich - Fleisch- und Milchprodukte können daher ohne Bedenken verzehrt werden.
In der EU sind bis auf Portugal, Spanien, Frankreich, Italien, Griechenland und Zypern alle Mitgliedstaaten BT-frei. Belgien, Luxemburg und die Niederlande erklärten sich ebenfalls mit dem 15.2.2012 für frei von dieser Tierseuche. © Stmug Bayern / Grum I (Fotolia)
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