Mittwoch, 16.05.2012
Schon wieder ein neuer Rekord!
Die Januar-Auktion des Zuchtverbandes Wertingen begann mit einem Paukenschlag der ganz besonderen Art: der teuerste Fleckviehbulle aller Zeiten erlöst 80 000 €.
Nach einem spannenden und langanhaltenden Winkerduell fiel der Hammer für einen Ermut-Sohn bei sage und schreibe 80 000 €. Den Zuschlag erhielt die Besamungsstation Höchstädt, die dem vielversprechenden Bullen den zum Höchstpreis aller Zeiten passenden Namen gab: Er heißt Everest, benannt nach dem höchsten Berg der Welt.
Was waren die Gründe, dass eine solche bisher nie dagewesene Preisdimension erreicht wurde?
Es sind mit Sicherheit die hervorragenden genomischen Zuchtwerte. Mit Gesamtzuchtwert 143 und Milchwert 135 übersteigt der genomisch optimierte Zuchtwert den Pedigree-Index um jeweils 13 Punkte und ist nach GZW der beste von über 150 Ermut-Söhnen. Zudem weist Everest einen Zuchtwert Milch-kg von +1539 auf. Auch die genomischen Zuchtwerte in den anderen Kriterien sind sehr gut. Außerdem stammt Everest mit Vater Ermut aus einer wenig verbreiteten Linie und ist damit gut einsetzbar.
Auf der weiblichen Abstammungsseite stehen mit MV Winnipeg und MMV Hippo sehr bewährte Bullen der Fleckviehzucht.
Everest wurde in Mittelfranken von Siegfried Eberlein gezüchtet und als Kalb an einen Bullenaufzüchter verkauft. Aus seiner Mutter Liliwin (Winnipeg x Hippo x Ralbo) wurden Anfang 2011 bereits drei ebenfalls sehr gut typisierte Huascaran-Söhne (Orbit, Ostende, Orbus) in den Besamungseinsatz verkauft. © Friedrich Wiedenmann
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