Mittwoch, 16.05.2012
Deutschland: Drittgrößte landwirtschaftlich genutzte Fläche in der EU
Deutschland gehört neben Frankreich, Italien und Spanien zu den 4 größten Agrarproduzenten in der Europäischen Union.
Diese 4 Länder tragen schon seit Jahren zusammengenommen zu mehr als der Hälfte der gesamten Bruttowertschöpfung der europäischen Landwirtschaft bei. Mit 16,7 Mio. ha verfügte Deutschland im Jahr 2010 zudem über die drittgrößte landwirtschaftlich genutzte Fläche in der EU.
Dabei sind die Produktionsbedingungen der 299.000 landwirtschaftlichen Betriebe in Deutschland sehr vielfältig und von zahlreichen Kontrasten zwischen den Regionen gekennzeichnet. Die Haltung von Rindern bildet in den Voralpen und Mittelgebirgslagen, aber auch im Norddeutschen Tiefland den Produktionsschwerpunkt der meisten Landwirte.
Der
Ackerbau ist dagegen für knapp drei Viertel der Betriebe in den fruchtbaren Bördegebieten zwischen Hildesheim und Magdeburg der dominierende Betriebszweig. Ein wichtiger Faktor in der deutschen Agrarlandschaft ist der Öko-Landbau, der im Laufe der letzten 10 Jahre einen kontinuierlichen Aufschwung erfuhr.
Im Jahr 2010 war bereits mehr als jeder 20. Landwirtschaftsbetrieb nach den Öko-Kriterien zertifiziert. Auch hier gibt es regionale Schwerpunkte: Mehr als die Hälfte der Öko-Betriebe wirtschaftete 2010 in Bayern (5700 Betriebe) und Baden-Württemberg (3000 Betriebe). Absolut gesehen war die ökologisch bewirtschaftete Fläche in Bayern (190.600 ha), Brandenburg (140.300 ha) und Mecklenburg-Vorpommern (117.300 ha) am größten.
Besonders hohe Flächenanteile von 15% und mehr wurden gebietsweise im östlichen Brandenburg, in den Voralpen und in einzelnen Mittelgebirgsregionen erreicht.
Um ihre Einkommensmöglichkeiten zu erweitern, sind Landwirte zunehmend als Energiewirte tätig. Bereits 37.400 Betriebe haben das Zukunftsfeld Erzeugung erneuerbarer Energien aus Wind, Sonne und nachwachsenden Rohstoffen für sich entdeckt. Urlaub auf dem Bauernhof und weitere Aktivitäten im Bereich Fremdenverkehr und Freizeit sind die häufigsten Einkommenskombinationen. © destatis / Grum_l (Fotolia)
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