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[ » Fleckvieh » Inhalt » FLECKVIEH Aktuelles » Milchwirtschaft » Bestandsgröße ]
Mittwoch, 16.05.2012
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Milchwirtschaft | 27.10.2011

Bestandsgröße nicht entscheidend für Milchproduktionskosten

Mit hohen Milchleistungserträgen bzw. der Größe der landwirtschaftlichen Betriebe sind nicht unbedingt niedrige Kosten verbunden. Diese sind vielmehr das Resultat der richtigen Bewirtschaftungs- und Fütterungssysteme, der Technik, der Intensität sowie der Managementqualität.

Diese Schlussfolgerung zieht zumindest das Internationale Farm-Vergleichs-Netzwerks (IFCN) mit Sitz in Kiel aus seinen Arbeiten in diesem Jahr sowie dem kürzlich von ihm veröffentlichen Bericht zur Milchwirtschaft 2011.

Nach Angaben des IFCN sind die Kosten der Milcherzeugung in Westeuropa, Nordamerika und im Mittleren Osten mit bis zu 50 $/100 kg (36 €) weltweit am höchsten. In osteuropäischen Staaten, Südamerika, Asien und Ozeanien bewegen sich die Kosten pro 100 kg auf 30 $ (22 €) bis 35 $ (25 €).

Auch in Westeuropa und Nordamerika gebe es Betriebe, die die Milch zu diesen Kosten erzeugen könnten, so das IFCN. Verglichen mit den Ergebnissen seiner Analyse von 2009 sind die Kosten der Milcherzeugung im vergangenen Jahr in allen Regionen der Welt mit Ausnahme von Westeuropa gestiegen.

Deutlich zugenommen hat nach den aktuellen Berechnungen des Netzwerks der Anteil der Futterkosten an den Gesamtkosten der Milchviehbetriebe, und zwar auf durchschnittlich 55% im vorigen Jahr. Der höchste Anteil wurde dabei mit 74% für die Milcherzeuger im Mittleren Osten ermittelt, während die Betriebe in Westeuropa hier mit 46% einen unterdurchschnittlichen Anteil verzeichneten.

Für 2011 erwartet das IFCN bezogen auf alle Regionen einen Anstieg des Futterkostenanteils auf 65% im Mittel. Das heiße, dass die Höhe der Futtermittelpreise und das Futtermanagement mit Abstand der wichtigste Faktor für eine wettbewerbsfähige Milchproduktion sein werde, erklärte das Netzwerk. Unter Druck geraten dürften ihm zufolge aufgrund der höheren Futterkosten vor allem Erzeuger mit wenig Eigenfläche, Milchviehbetriebe in Regionen mit hohen Bodenpreisen oder Milchproduzenten, die mit Ackerbaubetrieben um Fläche konkurrieren, sowie Betriebe in Ländern mit starkem Wirtschaftswachstum, das die Löhne steigen und die eigene Währung aufwerten lässt. © AgE / Berchtold

Umrechnungskurs: 1 $ = 0,7268 €
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