Die Europäische Kommission hat eine Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) für die Zeit nach 2013 vorgestellt, um die Wettbewerbsfähigkeit, die Nachhaltigkeit und die Verankerung der Landwirtschaft im gesamten ländlichen Raum zu stärken.
»In den kommenden Jahrzehnten müssen die Grundlagen für eine starke Landwirtschaft geschaffen werden, die dem Klimawandel und der internationalen Konkurrenz standhalten kann und zugleich den Erwartungen der Bürgerinnen und Bürger gerecht wird«, erklärte EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Cioloş.
So schlägt die Kommission u. a. eine gerechtere, einfachere und gezieltere Einkommensstützung zugunsten der Landwirte vor. Die Einkommensgrundsicherung wird nur aktiven Landwirten gewährt. Sie wird ab 150.000 € stufenweise gekürzt mit einer Deckelung von 300.000 € pro Betrieb und Jahr. Dabei wird die Zahl der von den Betrieben geschaffenen Arbeitsplätze berücksichtigt.
Außerdem soll eine gerechtere Verteilung zwischen Landwirten, Regionen und Mitgliedstaaten erreicht werden. Um die ökologische Nachhaltigkeit der Landwirtschaft zu stärken und den Anstrengungen der Landwirte mehr Durchschlagskraft zu verleihen, schlägt die Kommission vor, 30% der Direktzahlungen für Umweltleistungen in der Landwirtschaft bereitzustellen, die eine optimale Nutzung der natürlichen Ressourcen ermöglichen.
Mit Blick auf den Verwaltungsaufwand schlägt die Kommission vor, verschiedene GAP-Mechanismen zu vereinfachen, z. B. für Kleinlandwirte durch eine Pauschalzahlung von 500 bis 1000 €/Betrieb und Jahr. Zusätzlich soll die ländliche Entwicklung auf eine solide Grundlage gestellt werden. Dabei stehen die Aspekte Umwelt und Innovation im Mittelpunkt.
Weitere Informationen zu den Vorschlägen von EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Cioloş finden Sie
hier (in englischer Sprache). © Regionalvertretung der Europäischen Kommission/München / Tanja Bagusata (Fotolia)